Kooperation

Natürlich ist, bei aller ökologischen Ausrichtung, auch die Nachhaltigkeits-Komponente Ökonomie ein wichtiger Aspekt der OIKOPOLIS-Aktivitäten – auch wenn „wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ zunächst als Widerspruch in sich erscheint. „Wirtschaftlichkeit“ meint ja das Bestreben, mit minimalem Aufwand (an finanziellen Mitteln, aber auch an „manpower“) maximale Resultate zu erzielen. Dies führt zu einem Preisdruck, der auf Erhalt und Pflege der verwendeten Ressourcen keine Rücksicht nimmt.

Auch die konventionelle Landwirtschaft leidet unter diesen Mechanismen. Die biologische Landwirtschaft versucht, diese Spirale zu durchbrechen, indem sie bewusst auf Nachhaltigkeit setzt. „Nachhaltigkeit“ wird dabei verstanden als die Kunst, ein System so zu nutzen, dass es seine Kernessenz nicht verausgabt, sondern auch für künftige Generationen nutzbar bleibt. Gegenwärtige Bedürfnisse, z.B. der jetzigen Generation von Landwirten, dürfen aber nicht vergessen werden. Ökologische und soziale Ziele müssen im ökonomischen Kontext, z.B. bei der Preisfindung, immer wieder neu ausbalanciert werden.

Partnerschaftliches Handeln

Die OIKOPOLIS-Gruppe versucht, ökonomisch nachhaltig zu agieren, indem sie die Grundsätze partnerschaftlichen Wirtschaftens pflegt und dabei solidarische Verpflichtungen eingeht, die transparent, fair und auf Dauer angelegt sind.

Dazu gehören spezifische Kooperationsprojekte innerhalb einzelner Betriebe wie z.B. das Fair-Breeding-Projekt, das NATURATA Luxembourg mit NATURATA International verbindet, ebenso wie die regionale Verwurzelung der gesamten OIKOPOLIS-Gruppe. Das schließt eine überregionale Wirksamkeit keineswegs aus, im Gegenteil. Gerade die Ergebnisse nationaler Kooperationen können auch international wertvolle Impulse geben. Dies beweist z.B. das auf nachhaltige Milchwirtschaft angelegte Dairyman-Projekt der BIOG.

Auf übergeordneter Ebene kommt dem so genannten "assoziativen Wirtschaften" zentrale Bedeutung für das Handeln der gesamten OIKOPOLIS-Gruppe zu. Dieser Ansatz versteht sich als grundlegende Alternative zu den vorherrschenden Wirtschaftsmodellen, die primär wettbewerbs- und gewinnorientiert sind. In den so genannten Rundtisch-Gesprächen (auch: Marktgesprächen) findet diese Methode ihr wichtigstes Instrument. Insofern beweisen die Marktgespräche der OIKOPOLIS-Gruppe die Tragfähigkeit eines partnerschaftlichen Wirtschaftsmodells.

  • Assoziatives Wirtschaften
  • Rundtisch-Gespräche
  • Lokale Vernetzung und Regionalität
  • Fair-Breeding